Januar 2016

Langsam scheinen dem Diesel-Wahnsinn Schranken gesetzt zu werden.

Das zeigte ein eindrucksvoller Film in ARTE am 26. Januar 2016, 20:15 Uhr „Dicke Luft“ (91 Min.).
Dieser Film kann 7 Tage im Internet bei ARTE +7 abgerufen werden.
(http://www.arte.tv/guide/de)

Sehr interessant auch die Einschätzung von Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe (DUH), ebenfalls abrufbar auf der Mediathek von ARTE.


Und wieder eine neue Studie:

http://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/wissenschaft_nt/article106595030/WHO-Forscher-warnen-vor-Krebs-durch-Diesel.html

… und schon wird’s wieder heruntergespielt von der Diesellobby!

Wie war das doch damals mit der Gefährlichkeit des Rauchens? Genauso. Sobald eine neue Studie das Gesundheitsrisiko nachwies, haben gekaufte „Wissenschaftler“ und Institute die Untersuchungen solange verdreht und zerpflückt, dass fast das Gegenteil herausgekommen ist. Und das Volk lies sich blenden...



Endlich geschieht etwas! Die EU ergreift Initiative (19.02.2005).


Jetzt auch noch das:
Endlich ein sparsamer Flugzeug-Diesel“

Trügerisch:
Die Industrie bequemt sich langsam, den Dieselfilter einzubauen.
Doch: Offensichtlich löst dieser Rußfilter das Gesundheitsproblem nicht!

Das Märchen vom umweltfreundlichen Biodiesel.

Kommt jetzt das Fahrverbot für rußende Diesel?
Deutlicher Wertverlust für Dieselfahrzeuge ohne Rußfilter.
Siehe dpa-Meldung.



April 2005:

Krebs durch Diesel:
Diesel macht Krebs!

Manfred Stolpe spricht neuerdings von „Dieselsündern“,
und Finanzchef Eichel von „Hysterie“!

Es ist schon unglaublich:

Seit 1990 ist die europäische Feinstaubrichtlinie auf dem Weg, spätestens damit auch die Gefährlichkeit der Dieselabgase bekannt – und kein Politiker hat sich in irgendeiner Weise dafür interessiert. Alle wurden von der Autoindustrie eingekauft und eingelullt. Jetzt plötzlich von „Sündern“ zu sprechen, die aber jahrzehntelang vom Staat mit Subventionen hoffiert wurden, grenzt an Schizophrenie.

Und „Hysterie“: Lieber Herr Eichel, wenn ein fehlgeleiteter Schüler höchst bedauerlicher Weise ein Dutzend Menschen umbringt, bringt das Gerichte und Gesetzgeber in höchste Aufregung und Handlungsdruck. 65000 völlig unnötige Tote im Jahr – Hysterie? Das ist schlichtweg Menschenverachtung.

Kein normaler Mensch „muß“ Diesel fahren, keiner, denn es gibt ja Alternativen. So könnte das Dieselproblem quasi über Nacht gelöst werden. Aber der Industrie fühlen sich so mancher Politiker aus inzwischen bekannten Gründen mehr verpflichtet als der Gesundheit der Menschen, für die er eigentlich Verantwortung trägt.

Apropos Verantwortung: Wer trägt denn nun die Verantwortung für 65000 Tote im Jahr? Der einzelne Dieselfahrer, der sich wegen der höchst erfreulichen staatlichen Unterstützung in Sicherheit wiegt? Die Autoindustrie, die seit Jahrzehnten von dem Problem weiß, aus reiner Geschäftemacherei aber über Leichen geht? Die Politiker, die sich nicht mehr der Wahrheit und den Menschen verpflichtet wissen, sondern der eigenen Vorteilshascherei und dem Machterhalt? Niemand natürlich.

Wenn es eine „Produkthaftung“ gäbe, wäre der Spuk schnell zu Ende. Und hätte man die Milliarden, die zur Entwicklung der Dieselmotoren von den müden, lahmen Kisten zu Raketenmotoren nötig waren, in die Entwicklung alternativer Antriebe oder in das 3-Liter-Auto gesteckt hätte, gäb's heute schon das 1-Liter-Auto!

Die bisherige Homepage „Krebs-durch-Diesel“ (1999 – 2005):

Bedenkenswert

Es gibt inzwischen jede Menge glaubwürdige Untersuchungen, die nachweisen:

Die Rußpartikel der Dieselmotoren (erst recht der neuen Diesel-Motoren-Generation: feinere, dafür zahlreichere Partikel, die extrem „lungengängig“ sind) tragen zu einem hohen Lungen-Krebs-Risiko bei.

Traurigerweise werden alle Veröffentlichungen zu diesem Thema von der Autoindustrie und den Lobbyisten ständig heruntergespielt. Es ist nicht zu verstehen, daß sich auch Bürgerin und Bürger davon einfach betrügen lassen.

Der erste Vorstoß Trittins im Sommer 1999, die Dieselsteuer aufgrund der hohen Krebsgefahr der Benzinsteuer anzugleichen, führte prompt zur beschwichtigenden Gegenrede durch den Vorstand des Verbandes der Deutschen Automobilindustrie und zu neuer Reklame-Offensive (Bosch: "2,99 Liter auf 100 km? Ja Mit Hochdruck-Diesel-Direkteinspritzung. Der Volkswagen Lupo 3L TDI fährt mit Bosch Hochdruck-Diesel-Direkteinspritzung. Bosch: sicher, sauber, sparsam." !!!).

Bis zum Zeitpunkt der ersten Überschreitungen der Feinstaubgrenzen in deutschen Großstädten hat sich die Bundesregierung ganz still gehalten bei diesem Thema. Hat sie sich doch einkaufen lassen?

Das Frauenhofer-Institut hat auf die bis zu 18fach höhere Krebsgefahr durch den Dieselkraftstoff hingewiesen. Jede Dieselfahrerin und jeder Dieselfahrer fährt also, bezogen auf die Krebsgefahr, gleichzeitig mit 18 (Benzin-)Autos. Das muß man sich mal vorstellen! Es besteht nicht die geringste Notwendigkeit, mit einem Diesel zu fahren, schon gar nicht angesichts dieser verrückten Krebsgefahr. Und Krebs ist nicht lustig...


Größere Gefahr durch die "neue Generation" der Dieselmotoren

Gerade die neue Generation der sogenannten "sauberen Diesel" haben einen schwerwiegenden Nachteil, der natürlich verschwiegen wird: Zwar "stinken" sie nicht mehr so stark, weil die Rußpartikel durch eine bessere Verbrennung wesentlich kleiner sind, aber die noch kleineren Rußpartikel sind umso "lungengängiger", dringen also tiefer in die feinsten Verästelungen unserer Lungen ein und sind deshalb auch viel gefährlicher. Welcher Autoverkäufer, welche Dieselreklame weist darauf hin?

Und das Neueste: Auch Flugzeuge sollen mit Dieselmotoren ausgerüstet werden!

Was ist in unsere Politiker gefahren? Jeder weiß, welche Mengen von Kraftstoff Flugzeuge verbrauchen (im Verhältnis Fahrgast/km) – selbst wenn der Dieselmotor etwas weniger Kraftstoff verbraucht, werden wir wohl künftig auch noch „vom Himmel“ mit Dieselruß eingenebelt – gute Nacht!

Leider gibt es keine Anti-Diesel-Lobby!

Es ist wirklich unglaublich, was da läuft. Erst wenn die Autoindustrie wieder neue Geschäfte wittert, wird sie den Dieselfilter auf den Markt bringen, den Peugeot z.B. schon längst anbietet. Dann wird sich vielleicht auch die rot-grüne Bundesregierung wieder stark genug fühlen und die Abschaffung alter Dieselautos per Gesetz zu fordern, aber eben erst dann, wenn die Autoindustrie gefällig nickt.

Dann, erst dann, wird von Regierungsseite und von der Autoindustrie zu hören sein, wie giftig der Dieselruß ist, wetten? Dann lassen sich ja auch wieder neue Geschäfte machen.

Die Krebstoten bis dahin sind natürlich nicht der Rede wert (Konservativ geschätzt war bisher von etwa 14 000 im Jahr die Rede – seit der endlich aufgeflammten Diskussion haben wir andere Zahlen auf dem Tisch: 65000!). Und alle wissen um die Gefahr.

Wer trägt die Verantwortung?

Ändern würde sich wohl erst etwas, wenn man die Verantwortlichen für die Verbreitung dieses Giftes persönlich haftbar machen würde (wie amerikanische Gerichte es immer wieder tun, z.B. gegenüber der Zigarettenindustrie). Dann wäre das Thema schnell vom Tisch.

Stefan Cammerer
Mailadresse: scc“ät“krebs-durch-diesel.de
(„ät“: kleiner SPAM-Schutz – einfach durch @ ersetzen)


Die Fakten

Informationen zum Thema Diesel und Krebs:

Von Greenpeace gibt es inzwischen auf leider nicht ganz übersichtlichen Seiten viele Informationen, zu einem Teil auch hier zu finden:

"Diesel - die wichtigsten Fakten". Es sind ca. 4 DIN A4-Seiten, die auch mit dem Argument aufräumen: "...dafür verbraucht der Diesel ja wesentlich weniger und verursacht dadurch auch weniger Schadstoffe...". Wer danach noch ruhig Diesel fahren kann...?

"Krebsgefahr in Städten - die tödliche Fracht des Autoverkehrs" (etwa 9 Seiten). Wenn vermutlich auch nicht mehr alle Zahlen auf dem neuesten Stand sind, ist doch der Ansatz der Untersuchung und die Untersuchungsmethoden (z.B. Messen der Luftschadstoffe in "Kindernasen-Höhe") interessant. In dieser Studie geht es nicht nur um den Diesel, aber eben auch, und vor allem geht es um die Wirkung auf Kinder.

Hier die Forderungen von Greenpeace an das Kraftfahrtbundesamt.

David gegen Goliath? Greenpeace stellt Strafanzeige gegen die Autoindustrie – und ganz neu: Greenpeace zeigt Mercedes an (s. Greenpeace-Nachrichten 2/2002).

„Mit einer Tankfüllung von Hamburg nach Rom“ – Es gibt ein sparsames Benzinauto (2,33 L/100 km), den „Twingi SmILE“, nur baut ihn die Industrie nicht!

Weitere Seiten zum Thema:

Stefan Rodt, Umweltbundesamt: "Der wesentliche Punkt ist, dass auch bei den heutigen Motorkonzepten das krebserzeugende Wirkungspotential von Dieselabgas cirka 20 bis 30 Mal höher ist, als bei Ottomotorabgas.“

Dieselruß fördert nicht nur den Lungenkrebs. Auch Allergien können ausgelöst werden. Dazu auch ein Artikel aus der Online-Ärztezeitung.

Und noch „Besseres“: Die Online-Ärztezeitung berichtet am 14.01.2004 von der vermutlichen Gefahr des Eindringens von Nanoteilchen ins Gehirn!

Längst gibt es schon Rußfilter: ADAC und Umweltbundesamt fordern den Einbau! Diese Forderung wurde schon früher erhoben: "Partikelfilter für alle Dieselfahrzeuge einführen" (Bundesumweltminister Jürgen Trittin und der Präsident des Umweltbundesamtes, Prof. Dr. Andreas Troge, 1999).

Doch: Dieselfilter sind KEINE ALTERNATIVE!

In einer schwedischen Untersuchung wird gesagt, daß Dieselabgase vermutlich weit gefährlicher sind als vermutet ("Diesel-Stinker")

Das Bundesumweltamt hat ein Hintergrundpapier zum Vergleich des Krebsrisikos zwischen Diesel- und Ottomotoremissionen herausgegeben und spricht von "mindestens zehnfach höherer Krebsgefahr" durch den Dieselruß. Diese Studie ist in Buchform erschienen, die Literaturangabe ist auf der Seite zu finden.

Und wie steht's mit dem Biodiesel?

Ist Biodiesel eine Alternative? Greenpeace weist nach, daß dem nicht so ist.

Dazu auch eine schwedische Studie: „Deutlich mehr Krebs erregende Stoffe“.

Eine umweltfreundliche Alternative scheint es zu geben:

Eine interessante Entwicklung: Sun-Diesel – aber nicht zu verwechseln mit „Bio-Diesel“!!



Aktion: Leiden Sie als Nichtraucher an Lungenkrebs?

Greenpeace startet eine Aktion: Lungenkrebskranke, die nicht rauchen, dafür aber an einer verkehrsreichen Straße wohnen, sollen in einer Sammelklage gegen Verantwortliche der Autoindustrie vertreten werden.



Links



Die Gegenpropaganda

Trotz der vielfach bekannten Dieselgefahr wird eine Veröffentlichung über die Gefahren des Russes von interessierter Seite sofort heruntergespielt.

Auch ein Professor Stefan Pischinger von der TH Aachen spricht in der "Auto Zeitung" vom unverzichtbaren Beitrag zum Umweltschutz durch den Diesel - ein Beispiel der grandiosen Verharmlosung des Problems. Er tut so, als sei das Dieselfilterproblem für PKW bereits gelöst und der Filtereinbau stünde "kurz vor der Serienreife". Daß dies natürlich nicht der Fall ist, weiß eigentlich jeder. Nur ein Gesetz wird die Automobilindustrie dazu zwingen, einen Filter einzubauen, der, weil teuer, den Umsatz der Dieselfahrzeuge schmälern wird. Das allein wird ein schnelles Handeln der Industrie verhindern.

Leider war bisher auch die übliche Presse kaum geneigt, kritische Berichte zum Diesel zu veröffentlichen (deshalb liest man auch so wenig darüber.) Kein Wunder: Eine Redaktion, die von der Autoindustrie mit Testfahrzeugen gesponsert wird und zu einem guten Teil von Inseraten des KFZ-Marktes lebt, wird sich diese kostengünstige Gelegenheit zum Sparen bzw. Gelderwerbs kaum entgehen lassen... (sagt ein Insider, der sich in den Redaktionsstuben auskennt.)



IMPRESSUM:

Redaktion: Stefan Cammerer

Mailadresse: scc“ät“krebs-durch-diesel.de
(„ät“: kleiner SPAM-Schutz – einfach durch @ ersetzen)

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Oktober 1999 - Januar 2016